Im Jahre 1994 gründete Kai Homilius den gleichnamigen Verlag, der sich auf das Verlegen von Regionalliteratur spezialisierte, vor allem zu Reisezielen im Osten Deutschlands. Mit der Edition Zeitgeschichte verlagerte der Kai-Homilius-Verlag 2002 seinen publizistischen Schwerpunkt auf aktuelle Themen der neueren und neusten Geschichte und aktuellen politischen Geschehnissen. Im Jahr 2006 wurde der von Klaus Huhn gegründete Spotless-Verlag übernommen.
Mitte November schaltete Homilius in der rechtsextremen Wochenzeitung “Junge Freiheit” eine Anzeige. Darauf reagierten viele der Autoren mit Unmut. Die Tageszeitung “junge Welt” machte dies öffentlich und kündigte in Folge dieser Anzeige die Zusammenarbeit mit dem Verlag auf, seither erscheinen keine Anzeigen des Homilius-Verlages mehr in der “jW”, die Bücher des Verlages wurden aus dem Angebot des “jW”-Shops entfernt.
Homilius regierte panisch und verbreitete eine Erklärung, in der er sich entschuldigte und die Anzeigenschaltung als “unbedachte Fehlentscheidung” bezeichnete. So “unbedacht” durfte diese Entscheidung jedoch nicht gewesen sein, bewarb er doch ein Buch des “Junge Freiheit”-Autoren und begehrter Interviewpartner der Wochenzeitung Jan von Flocke.
Nun nutzt Homilius die freigewordenen Werbegelder für Anzeigen im “Neuen Deutschland”, das sich selbst als “sozialistische Tageszeitung” bezeichnet, um die Bücher von von Flocke zu bewerben. Am Franz-Mehring-Platz scheint man keine Probleme mit dem Gebaren des Verlages zu haben.
Beispiel für von Flockes Anti-Antifa-Schreibe in der “Jungen Freiheit”. [Ausgabe 14/07 vom 30. März 2007]

2 Kommentare
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Januar 4, 2008 um 12:01 nachmittags
redblog
interessanter text, habe ihn mal verlinkt. in der heutigen ausgabe vom nd erschien eine buchempfehlung zu einem buch von von flocken. natürlich ist das bei homilius erschienen.
Januar 5, 2008 um 9:27 vormittags
Robert
Zwar sind solche Querfrontversuche nichts neues, und auch das Thema scheint für Rechten durchaus interessant zu sein, wie der Beitrag (1) von Horst Mahler in der NPD Postille “Deutsche Stimme” zum Thema “Pearl Habour Lüge” belegt. Dass aber ausgerechnet eine Zeitung wie das ND keine Skrupel zu haben scheint, mit rechtslastigen Verlagen Geld zu machen zeigt zumindest deren bodenlosen Oppoturnismus.